In unserem Monatskalender 2025 steht es unmittelbar bevor: Das letzte Kalenderblatt 2025 wird umgeblättert. Damit ist auch das zwölfte Motiv des Kalenders “Where the West still lives” Vergangenheit. Es zeigt das älteste Bauwerks San Franciscos, die von den Spaniern gebaute Mission. 1776 gegründet existiert sie noch immer noch in großen Teilen im Originalzustand. Die Besichtigung dieses historische Bauwerk darf bei keinem San Francisco Aufenthalt fehlen. Im vergangenen Jahr gabs die Besonderheit, dass wir neben dieser geschichtsträchtigen Kirche eines der neuesten technischen Entwicklungen entdeckten: die selbstfahrenden Autos von Waymo. Die Sparte wurde im Jahr 2009 als Projekt bei Google für autonomes Fahren entwickelt. Waymo betreibt in San Francisco zwischenzeitlich eine Flotte von hunderten autonom fahrenden “Robotaxis”. Technisch mag diese Entwicklungs zukunftsweisend sein, allerdings zeigten sich erst kürzlich bei einem flächendeckenden Stromausfall in der Stadt die Risiken.
In unserem Monatskalender 2025 “Where the West still lives” findet sich auf dem Novemberblatt eine Ansicht des Sternenhimmels in Kalifornien. Selten hatten wir eine klarere Sicht auf die Milchstraße und den phantastischen Sternenhimmel in unseren Breitengraden als bei unserem Aufenthalt im White House Canyon im Sommer des vergangenen Jahres. Dort mussten wir auch die ernüchternde Tatsäche akzeptieren, dass man mit einer Spiegelreflex-Kamera kaum bessere Fotos machte als die neueste Handy-Generation – ein Aufstöhnen (oder Aufatmen) derjenigen, die noch immer ihre kiloschwere Foto-Ausrüstung mitschleppen. Spannend, wie Martina auf diesem Kalenderblatt den Monatsnamen in den mit Sternen besäten Himmel zum Leuchten bringt!

Das Monatsblatt Oktober des Kalenders “Where the West still lives” führt uns zur Avenues of the Giants in Oregon. Die Straße, die auf etwa 30 Meilen parallel zum Highway 101 sich durch die Redwood-Wälder schlängelt, führt durch den größten Mammutbaumbestand der Welt im Humboldt Redwoods State Park. Wir fahren bei warmen Temperaturen durch diese Waldgegend, die dank der hohen abschattenden Baumkronen unten am Boden ein angenehmes Klima erzeugen. Wir machen eine kleine Wanderung rund um den Founders Grove. Imposant sind dabei die vielen umgefallenen Baumriesen, die wie riesige Mikado-Stäbe den Wanderweg vorgeben. Wenn man sich neben die Wurzeln oder in die über Jahrhunderten geschaffenen Öffnungen stellt, wird die ganze Größe dieser Bäume sichtbar. Wir posieren vor einer dieser Wurzeln, meine schiefe Körperhaltung wird im Kalendarium durch Martina zum “k” von Oktober geedelt.

Unsere Reise durch Kalifornien und Oregon führte uns entlang des Columbia-Rivers. Malerisch windet sich der Strom durch ein breites Tal, immer wieder gespeist durch von Seitenbächen. Besondere Attraktion sind die Wasserfälle entlang des Historic Columbia River Highway. Ein Höhepunkt war für uns der Multnomah-Wasserfall, den wir im goldenen Licht der untergehenden Sonne erlebten. Über die Benson-Bridge erreichten wir einen Aussichtspunkt, von dem wir eine herrliche Aussicht auf die Schlucht hatten. Die Basaltstelen und die bizarren Felsformationen schufen eine eindrucksvolle Kulisse, die Werner dazu verleitete, die Hände gen Himmel zu strecken. Farblich passend zu dem Orange der untergehender Sonne, die die Felsen zum Leuchten bringen, hat Martina den Monatsnamen September gestaltet.
Mit der Golden Gate Brücke im Hintergrund haben sich diese Kitesurfer einen besonders attraktiven Strand in San Francisco für ihren Sport gesucht. Im heutigen Park Presidio gelegen ist dieser Küstenstreifen erst seit 1994 öffentlich zugänglich, zuvor wurde er militärisch genutzt und war gesperrt. Daher konnten wir bei unseren ersten San-Francisco-Reisen diese malerische Gegend mit der sagenhaften Aussicht auf die Golden Gate Bridge nicht besuchen, doch dieses Vergnügen holen wir seit ein paar Jahren nach. Wie auch die ambitionierten Sportlerinnen und Sportlern mit ihren Kites! Wellen und Wind spornen die Kite-Surfer zu ihren spektakulären Sprüngen und rasanten Gleiten an, Werner begeisterte sich im Sommer 2024 an den Licht- und Schattenspielen vor der nahen Golden Gate Bridge. So kann man gut einen sonnigen Nachmittag verbringen. In diesem Kalenderblatt findet man erst auf dem zweiten Blick den Monatsnamen August, man muss schon den Spuren im Sand folgen….
Vor einem Jahr durften wir diese unglaubliche Küstenlandschaft Oregons erleben. Oftmals waren wir von dieser magischen Küstenlandschaft so gefangen, dass wir nicht wussten, ob wir uns in einer realen Welt bewegten. Jede Bucht brachte neue Ausblicke, da war der Leuchtturm Heceta Head eine von vielen Höhepunkten. Zu schnell ging die Reise im Westen Amerikas vorbei, und auch der diesjährige Juli, begleitet von diesem sommerlichen Kalenderblatt, ist wie im Flug vergangen. Wir können die schönen Momente nicht festhalten, aber die Erinnerung daran besteht fort – solange wir davon berichten, solange die Erlebnisse in uns lebendig sind.
Die Murials in San Francisco waren ein Höhepunkt bei unserer letzten San Franciscso Reise. Das April-Kalenderblatt zeigt eines dieser künstlerisch gestalteten Hauswänden.
Das März-Motiv des Kalenders hat so gar nichts mit den üblichen Frühjahrsmotiven zu tun. Dafür umso mehr mit den Eigenheiten der Westküste Amerikas. Brücken! Eine Fahrt entlang des Highway 101 brachte uns über zahlreiche Brücken. So viele metallene Bauwerke führen über die Zuflüsse des Pazifiks, so unterschiedlich sind sie in Bauweise und Erscheinungsbild. Eine der spektakulären Freischwingerbrücken überspannt die Coos Bay in der Nähe von North Bend, Oregon. Als sie 1936 fertiggestellt wurde, hieß sie die North Bend Bridge. 1947 wurde sie zu Ehren von Conde B. McCullough, ihrem Designer, umbenannt. Diese und zehn weitere große Brücken am Oregon Coast Highway wurden unter seiner Aufsicht entworfen.
Die Conde B. McCullough Memorial Bridge ersetzte Fähren, die früher die Bucht überquert hatten. Die Brücke wurde aufgrund kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung in das National Register of Historic Places aufgenommen. Als sie 1936 fertiggestellt wurde, war sie die längste Brücke Oregons.
Bei dem Kalenderblatt findet man erst auf dem zweiten Blick den Monatsnamen, so verschmolzen ist er mit den Streben der Brückenkonstruktion.
Das Februar-Monatsblatt nimmt ein spannendes Motiv in San Francisco auf. Ein Wandgemälde vereint vereint all die bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt, angefangen von der Golden Gate Bridge, Coit Tower, dem Turm des Ferry Buildings, dem Alamo Square bis hin zu China Town und der Cable Car . Aber auch die überall blühenden Poppies oder die Surfer von den Stränden der Stadt wurden festgehalten. So bunt und so vielfältig wie San Francisco ist, sind auch die Farben des Wandgemäldes gehalten.
Bei dem Aufenthalt in San Francisco haben wir in mehreren Stadtteilen bei unseren Walks Wandmalereien gefunden. Diese Murals genießen bereits den Ruf einer Szene-Kultur, sie sind eine Form der Malkunst, bei der das Bild fest mit dem Untergrund verbunden ist. Damit ist das Werk unverrückbar mit einem Ort verankert und transportiert so eine lokale, gesellschaftliche oder politische Thematik an den Passanten. Und jeder der vorbeigeht, empfindet dieses Werk im öffentlichen Raum unterschiedlich. Doch man kann ihm nicht entgehen. Spannend. Interessant wir in die graue Betonfläche im unteren Teil das Kalendarium eingefügt wurde!
Der Januar hat schon richtig Fahrt aufgenommen. Welch Motiv der bunten, quirligen Stadt San Francisco passt da besser dazu als eine Cable Car. Dieses historische Schienenfahrzeug ist nicht nur für Touristen eine Attraktion, sondern für die Bewohner ein bedeutsames Nahverkehrsmittel. Eine Fahrt mit der Cable Car gehört zu einem Besuch in San Francisco selbstverständlich dazu!
Die Anfänge der innerstädtischen Kabelbahnlinie gehen auf das Jahr 1873 zurück. Damit gilt die Cable Car San Francisco zu der ersten praktischen Umsetzung einer Kabelbahnlinie in der Welt! Für alle, die in den Genuss des Cable Car-Fahrens über die Hügel von San Francisco kommen, werden die Glockenzeichen vom Bremser zum Gripman unvergessen bleiben. Man kann nur hoffen, dass diese überlieferte Technik noch recht lange aktiv bleibt. Denn das Bimmeln der Bahnen, das Einrasten der Antriebsseile, das Rangieren auf den Drehscheiben an den Endstationen wie auch das Rufen der Schaffner der einzelnen Stationen gehören zu den unverwechselbaren Erlebnissen bei einem San Francisco Aufenthalt.
Wenn bei uns der Monat Januar von grauen und weißen Farben – vereinzelt auch von einem blauem Himmel – bestimmt ist, so ist dies in San Francisco nicht der Fall! Selbst die Cable Cars der quirligen Stadt San Francisco tragen bunte Farben. Die Gestaltung des Kalendariums des Monatsblatts Januar 2025 greift diese starken Farben auf und führt das Rot der Cable Car und das Gelb des Fußgängerüberwegs fort. Lebendigkeit pur!
Der Jahreskalender 2025 “Where the West still lives” nimmt das Motto unserer Reise nach Kalifornien auf. Dort konnten wir wieder die Gastfreundschaft von Freunden genießen und die einzigartige Faszination von San Francisco erleben. Wir freuen uns immer wieder über neue Blickwinkel in dieser faszinierenden Stadt und über das bunte Leben der Bewohner. Auf zwölf Monatsbildern könnt ihr 2025 unsere Reise durch Kalifornien und Oregon begleiten. Die Motive stammen aus San Francisco, von der kalifornischen Pazifikküste und der Naturschätzen Oregons.
Wir konnten dieses Mal in verschiedenen Momenten die Aufarbeitung der vielfach schmerzhaften Geschichte der indigenen Bevölkerung erleben. Mehr als in den Jahren zuvor haben wir etwas über die Wurzeln der Gesellschaft im weiten Westen des Landes erfahren und konnten auf den Spuren der Siedler und Cowboys und der indigenen Bevölkerung wandeln: Sei es im historischen Museum der ältesten Mission Kaliforniens oder im Holocaust Center des Jewish Family and Childrens Services.
Wir kamen mit so vielen unterschiedlichen Aspekten des Landes in Berührung, haben so viele spannende Landschaften gesehen, da fällt es schwer, nur zwölf Fotos für einen Jahreskalender auszusuchen. Dank der kalligraphischen Gestaltung von Martina wurden aus den einzelnen Aufnahmen unverwechselbare Kunstwerke, die immer das Motiv aufnimmt und graphische Akzente setzt. Lasst euch mitnehmen auf diese Reise!
In diesen ersten Stunden des Jahres dürfen wir allen erst mal alles Gute für 2025 wünschen!



























































