Leuchtende Hoffnung – Die Glasfenster von Albert Birkle in der Gernsbacher St. Jakobskirche

Seit über 50 Jahren befinden sich Glasfenster des Künstlers Albert Birkle in der evangelischen St. Jakobskirche in Gernsbach. Die einzigartige Leuchtkraft dieser großen Chorfenster begeistern seither die Besucher des Gotteshauses.
Diese Fenster sind Ausdruck lebendiger Auseinandersetzung mit der Zeit, mit dem Glauben, mit dem Gemeindeleben.
In diesem Jahr sprechen die Fenster die Besucher der Kirche besonders an: denn durch die lange Pause bei den Gottesdiensten aufgrund der Corona-Beschränkungen und die gleichzeitige Nutzung der St. Jakobskirche durch Katholiken und Protestanten aufgrund der Renovierung der Liebfrauenkirche entfalten die Fenster eine besondere Wirkung.
Drei Autorinnen gehen auf die verschiedenen Aspekte der Birkle-Fenster ein.
Dr. Irene Schneid-Horn stellt die Historie der Fenster im lokalen Umfeld dar. Außerdem gibt sie einen Rückblick auf die Vorgängerfenster.
Regina Meier geht den Spuren des Künstlers nach. Albert Birkle (1900-1986), in Berlin geboren mit schwäbischen familiären Wurzeln, lebte ab 1939 in seiner Wahlheimat Salzburg. Von dort aus schuf er ein umfangreiches Glaskunst-Werk, das bis nach Washington D.C., USA, reicht.
Susanne Floss betrachtet die Fenster aus spiritueller Sicht und eröffnet mit Texten, Bibelpassagen und Gedichten einen Zugang zu den farbigen Kunstwerken.
Die ansprechende Gestaltung der Texte und die zahlreichen Fotos unterstreichen die klare und ästhetische Aussage des Buches.

Regina Meier / Irene Schneid-Horn / Susanne Floss
Leuchtende Hoffnung
Die Glasfenster von Albert Birkle in der Gernsbacher St. Jakobskirche
48 Seiten, großformatige 4fbg Fotos, Broschur, Format DINA4
Fotos: Werner Meier und Irene Schneid-Horn
Gestaltung: Carmen Armbrust, Achern
Verlag Am Mauergarten, Gernsbach
Erscheint: Ende November 2020
ISBN 978-3-9822487-0-7
20,- Euro

Das Buch kann bestellt werden per E-Mail an bestellen@verlag.meier-gernsbach.de oder über den Buchhandel.

Unterwegs in Nepal – Vortrag am 5. November 2020

Unterwegs in Nepal – Trekking auf dem Annapurna Trail
Vortrag am Donnerstag, 5. November 2020

Der Vortrag von Werner Meier zeigt Aufnahmen einer Trekkingtour in Nepal. Die erste Wanderetappe führt in neun Tagen zum Annapurna Base Camp auf 4.130 Meter, sicher eine der schönsten und abwechslungsreichsten Wanderungen der Welt. Fast alle Klimazonen werden durchwandert, nach dem üppigen Grün der Farndschungel und Fichtenwälder kommt man schließlich in die kargen Felsregionen. Auf spannenden Hängebrücken werden tiefe Schluchten überquert, und oftmals muss man die schaukelnden Metallgitter mit schwer bepackten Mulis teilen. 

Eine zweite Wandertour auf dem Annapurna Circuit führte über den Thorung La, einen 5.416 Meter hoch liegenden Pass. Die Landschaft ist atemberaubend, und das im wörtlichen Sinne. Die Höhe fordert ihren Tribut, aber die Anstrengungen werden wettgemacht durch die einzigartige Sicht auf die gewaltigen Gipfel des Himalayas. Dort begegnet man auch den beiden Religionen, Hinduismus und Buddhismus und lernt heilige Orte und Klosteranlagen kennen.

Der Vortrag stellt nicht nur die einzigartige Wanderung um das Annapurna Massiv vor. Die Zuschauer werden auf der Bilderreise auch die historische und quirrlige Großstadt Kathmandu erleben mit ihren beeeindruckenden Tempelanlagen und bunten Märkten. Ebenso werden sie nach Pokhara entführt, das lieblich am Phewa-See liegt und die Entspannung und Ruhe nach dem anspruchsvollen Wandern bietet.

Die Reise begann mit einem Flug über den Himalaya, der spektakuläre Ansichten des höchsten Gebirges der Welt bot. Vor der Trekkingtour besuchten Regina und Werner Meier noch Schulen im Distrikt Sindhu-Palchok, östlich von Kathmandu. Dort konnten sie direkt eine Spende übergeben zum Wiederaufbau der durch das verheerende Erdbeben von 2015 zerstörten Schulgebäude. Die überwältigende Gastfreundschaft und das freundliche Willkommen in den Schulen gehörten zu den Höhepunkten der Reise in Land auf dem Dach der Welt.

Der Kalender 2020 “Namaste” wurde mit Aufnahmen dieser Trekking-Tour gestaltet.

Vortrag: Donnerstag, 5. November 2020
Beginn 19.30 Uhr – Einlass: 18.30 Uhr

Eintritt: 7,00 Euro​​

im Kirchl, Obertsrot

Führung auf dem Sabbatweg

Die Stadtführung „Auf dem Sabbatweg“ am Sonntag, 06. September 2020, führt zu den Orten des einstigen jüdischen Lebens in Gernsbach.
Der Arbeitskreis Stadtgeschichte Gernsbach hat mit Unterstützung des Kulturamtes und des Stadtarchivs der Stadt Gernsbach diesen „Sabbatweg“ vorbereitet. Damit soll der einstige Gang der Familien jüdischen Glaubens aus ihren Wohnungen zur Synagoge in der Austraße nachempfunden werden. So soll die Geschichte der Gernsbacher jüdischen Glaubens, die einst in Gernsbach ihre Lebensmitte hatten, erfahrbar gemacht und vor dem Vergessen bewahrt werden.

Die Führung wird jährlich am europäischen Tag der jüdischen Kultur durchgeführt. In diesem Jahr kann der Arbeitskreis Stadtgeschichte wieder ein weiteres Detail der jüdischen Vergangenheit Gernsbachs präsentieren. Mit einem bisher unveröffentlichten Foto aus dem Jahr 1914 von Hermann Nachmann, dem letzten Synagogenvorsteher Gernsbachs, in seinem Verkaufsraum in der Bleichstraße wird ein rares Zeugnis der reichen Vergangenheit jüdischer Geschäfte präsentiert.
Treffpunkt: Kornhaus Gernsbach, Hauptstraße 32.
Dauer: ca. 1,5 Stunden. Teilnahme kostenlos.
Eine Anmeldung ist unter Telefon 07224 64444 oder E-Mail: touristinfo@gernsbach.de unter Angabe der Kontaktdaten erforderlich. Kurzentschlossene ohne Anmeldung sind herzlich willkommen, sofern noch Plätze frei sind, die Kontaktdaten werden dann vor Ort abgefragt. Falls die Führung bereits frühzeitig ausgebucht sein sollte, wird dies rechtzeitig bekanntgegeben.

Die Teilnehmer werden gebeten, die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.
Passend gibt es eine Broschüre zu dem Rundgang „Der Sabbatweg von Gernsbach“, erhältlich in der Tourist-Info Gernsbach. Preis: 5,- Euro

Let’s stay in a yurt

Einen neuen Anfang wagen
Wie reagiert man, wenn plötzlich alles weg ist: Haus, Hof, Erinnerungen in Räumen, Bilder, Möbel. Die Vorstellung ist schmerzhaft.
Das Großfeuer, von dem Mitte August 2020 Teile Kaliforniens heimgesucht wurden, betrifft auch die Region Santa Cruz. Ausgelöst durch Blitzeinschläge breitete es sich aufgrund der großen Trockenheit rasant aus. In dem Landstrich, in dem auch unsere Freunde wohnen, standen fast 200 Quadratkilometer unter Feuer, auch die Ansiedlungen im Bereich Pescadero mussten evakuiert werden. Darunter der White House Canyon. Die CZU Lightning Complex Fires (benannt nach der Region San Mateo-Santa Cruz Unit) konnten tagelang nicht unter Kontrolle gebracht werden – trotz immensen Einsatzes der Feuerwehr. Vier Tage später waren in der Region 163 Wohnhäuser und andere Gebäude abgebrannt. Und dann die traurige Nachricht, als unsere Freunde wieder zu ihren Häusern in White House Canyon fahren konnten: alles zerstört!
Der Schock sitzt tief.
Man ist man erst mal froh, dass Leib und Leben, Hund, Pferd, Ziegen, Kühe, Katzen, alles, was auf der Farm lebendig war, sich retten konnte. Doch alle Besitztümer sind zerstört: dort, wo einst das Haus stand, mit allem was dazugehört, von der Küche bis zur Wohncouch, vom Schlafzimmer bis zum Bücherregal – ist eine undefinierbare Masse von Metall, Asche und bizarren Formen. Alles wurde ein Opfer der Flammen. Unwiederbringlich: die große Kiste mit den alten Fotos, die nun nie in ein Fotoalbum eingeklebt werden können. So viele Erinnerungen. Der Küchentisch, an dem so viele Gäste saßen, die Terrasse, auf der so viele Feste gefeiert wurden. Die Gedanken gehen wirr durcheinander. Was tun? Wie weiterleben?
Da ist es verständlich, dass eine der ersten Reaktionen von Christine war: „I never want to have belongings again. Let’s stay in a yurt.“
Es drückt allerdings auch aus, dass ein Neu-Anfang gewagt wird. Wann, das ist nicht klar. Wie, weiß keiner. Aber dass er unternommen wird, schwingt schon in der kurzen Aussage mit. Nur Mut! Es werden viele dabei helfen. Freunde, Nachbarn, Familie. Und bis es soweit ist, werden sie in Zelten und Mobile Homes nächtigen – und zusammensitzen: wie in einer Jurte.


Die Feuerwehr dort hat eine unglaubliche Leistung vollbracht. Nur dadurch war es möglich, dass dem Feuer Einhalt geboten werden konnte.

Eine Spendenaktion wurde ins Leben gerufen. Danke!

Clean slate
Es gibt Wörter, deren Bedeutung ich nie lernen wollte. Bis vor kurzen kannte ich die Übersetzung von „clean slate“ auch nicht. Doch als Christine uns in einer der kurzen Nachrichten nach dem verheerenden Brand in White House Canyon, dem ihr gesamtes Haus zum Opfer fiel, mitteilte: „Clean slate!“, musste ich mich damit beschäftigen.
So schrecklich die Nachrichten über die Verwüstungen durch den Flächenbrand waren, so hoffnungsvoll stimmten diese zwei Worte. Denn ich will diese Übersetzung nicht so verstehen, einen reinen Tisch zu machen, einen Schlussstrich zu ziehen. Sondern vielmehr: einen Neuanfang machen. Und so kommen die Meldungen aus dem fernen Kalifornien auch über den großen Teich. Neu beginnen: „Farmaggedon will rise again“.

Kunst trifft Handel

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Krise wagen Künstler neue Präsentationen
Gernsbacher Künstler zeigen ihre Werke in den Fenstern der Stadt

Beteiligt sind die Künstlerinnen und Künstler
Mario Grau (Malerei) – Annegret Kalvelage (Bildhauerei) – Arturo Laime (Malerei) – Krystyna Lubanski (Aquarelle) – Maria Mantis (Fotografie) – Heiner Strackharn (Lichtkunst)

Im August 2020 stellen sie ihre Werke in den Schaufenstern von Handel, Handwerk und Freiberufler Gernsbachs aus. Insgesamt an 19 Plätzen kann man die Kunst entdecken. Einfallsreich wurden die Kunstwerke in den jeweiligen Schaufenstern präsentiert. So wurde beim Sport Fischer das Gemälde eines Schwimmers über Taucherbrillen und Schnorchel präsentiert oder beim Friseur Löwenthal die Büste „Geborgenheit“, ein Frauenkopf mit einer auffälligen Frisur, platziert. Bei der Schatzinsel findet man ein Gemälde mit Schmuckmotiven, beim Café Felix Aquarelle zu Teesorten und in den Fenstern der Eisdiele Rizzardini Ölgemälde von Gletschern. Die Werke können anhand eines Plans in dem Flyer „Open Air Kunstausstellung“ erwandert werden.

Die Corona-Krise machte so manchen Plan einer Ausstellung zunichte, Vernissagen in herkömmlichen Weise können nicht mehr durchgeführt werden. Da ist die Idee, öffentlich zugängliche Schaufenster als Ausstellungsraum zu nutzen, eine einfallsreiche Alternative.

Die Aktion ist eine Gemeinschaftsaktion der Künstler und des Gewerbevereins. So eröffneten Arturo Laime, der die Künstler um sich versammelt hat, und Sabine Katz in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Gewerbevereins die Ausstellung. Der Eröffnungs-Rundgang der Kunstausstellung, der bei den heißen Sommertemperaturen stattfand, wurde durch das Erzählen der Geschichten durch die Künstler zum kurzweiligen Erlebnis und ließ die Schweißperlen beim Erklimmen des Stadtbuckels vergessen. „Auch zu diesem Bild gibt es eine Geschichte“, konnte man bei dem Rundgang mit den Künstlern so manches Mal hören. Und es folgte eine persönliche Episode der Künstlerin oder des Künstlers, manchmal darüber, wo die Fotografie entstanden oder an welchem ungewöhnlichen Ort das Gemälde schon ausgestellt war, bis hin wie das Objekt zu seinem Titel kam.
Wenn man nun mit Hilfe des Flyers die Ausstellungstätten erkundet, hilft, dass die Eisdiele, andere Einkehrmöglichkeiten und das Schwimmbad am Weg liegen. So kann man in seinem eigenen Rhythmus auf Entdeckungsreise gehen. Für die nächsten drei Wochenenden haben sich die Künstler noch ein Rahmenprogramm ausgedacht und begleiten die Open Air Ausstellung.

Mehr über die Open Air Kunst in Gernsbach

Zukunft wagen

Mit einem inspirierenden Vortrag über Zukunftschancen für Zukunftsgestalter beteiligte sich Univ.Prof. Marion Weissenberger-Eibl an den Baden-Badener Sommerdialogen 2020.
Dabei ging sie auf die wesentlichen Fragen der Zukunftsgestalter ein, wie wollen wir zukünftig leben?

Mit Mut in die Zukunft

In der Vorstellung der Referentin durch Petra Heuber-Sänger, Kulturbüro Stadt Baden-Baden, wurde deutlich, mit welchem Hintergrund Marion Weissenberger-Eibl sich zu dem Thema Zukunft zu Wort meldet. Sie hat seit 2007 die Leitung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI inne und seit 1/2013 den Lehrstuhl für Innovations- und TechnologieManagement am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Liste ihrer Tätigkeit in Gremien, u.a. Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Mitglied des Wirtschaftsausschusses sowie des Expertenkreises „Wirtschaft und Innovation“ des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, haben sie zu einer der Top-100-Frauen der deutschen Wirtschaft gemacht.

Das Thema Zukunft beherrscht die Wissenschaftlerin schon seit langem. Bei ihrem Überblick über Zukunftsbilder führte sie Beispiele aus der Vergangenheit an und ging auf das Risiko ein, aus Wissenschafts-Sicht einen Blick in die Zukunft wagen zu wollen.
So ist von dem Wissenschaftler Albert Einstein der Satz überliefert: „Es gibt nicht den geringsten Hinweis, dass Atomenergie jemals nutzbar sein wird.“ Aber auch die Erkenntnisse des Orakels von Delphi, die aus antiken Zeiten zur Vorhersage von zukünftigen Ereignissen diente, taugen nicht für die Gegenwart. Ein anderes Beispiel bietet Leonardo da Vinci: er hat bereits zu Ende des 15. Jahrhunderts Zeichnungen von Maschinen gefertigt, die erst in unserem Zeitalter realisiert wurden, wie seine Flugapparate oder seine Addiermaschine. Doch die rasante technische Entwicklung wurde von keinem Wissenschaftler in der Vergangenheit vorhergesagt. Unsere derzeitigen Rahmenbedingung machen Vorhersagen für die Zukunft noch schwerer.

Die Referentin führt in ihrem Vortrag aus, wie die Corona-Krise trotz aller negativen Auswirkungen einen neuen gesellschaftlichen Zusammenhalt und langfristige Chancen mit sich bringt. Die Digitalisierung hat in der Corona-Krise einen weiteren Schub erlebt. Auch wurden innerhalb kürzester Zeit beispielsweise innovative Lösungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen entwickelt, beispielsweise in Bezug auf Nachbarschaftshilfen. Dies ergänzt Marion Weissenberger-Eibl um praktische Ausführungen: “Das Fahrrad ist der große Gewinner der Corona-Krise.”
Sie setzt darauf, dass Wirtschaft und Gesellschaft kraftvolle Zukunftsbilder entwerfen. Zukunftsbilder gehören nicht ins Museum, sondern auf die Straße, unter die Leute. Sie fordert mehr Experimentierräume: Reallabors, in denen die Erfahrungen kreativer Menschen weitergegeben werden können und untermauert dies mit einem Beispiel aus der Praxis, wie dem „Quartier Zukunft“ in Karlsruhe.

Vielleicht lässt sich daraus analog zum Orakel von Delphi eine Perspektive für die Zukunft ableiten: „Erkenne dich selbst.“, Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen und an einem positiven Zukunftsbild weiterzuarbeiten.

Margret Mergen, Oberbürgermeisterin Baden-Baden, dankte in den Schlussworten der Universitätsprofessorin für ihre aufrüttelnden Worte.

Literatur in der Lichtentaler Allee

Gemeinsam mit den beiden Baden-Badener Theaterschauspielern Constanze Weinig und Max Ruhbaum erlebten wir die Lichtentaler Allee einmal “literarisch”. Sie trugen an einzelnen Stellen der bekannten Straße verschiedene Texte von Schriftstellern, Theaterschaffenden und Musiker aus dem 19. Jahrhundert vor. Immer mit Bezug auf Baden-Baden und die Zeit der Belle Epoque.
So ganz nebenbei wurde auch eine kurze Stadtgeschichte Baden-Badens vermittelt, die Anfänge des Spielcasinos inbegriffen. Eine gelungene Inszenierung von Texten von Hector Berlioz schafften die beiden Schauspieler vor dem Theater: Zitate von Berlioz stiegen jeweils mit Luftballonen in den Himmel.
Die Autoren der Zitate lesen sich wie das “Who-is-who” der Künstlerszene des 19. Jahrhunderts: von Felix Mendelssohn-Bartholdy über Carl Maria von Weber, Fanz Liszt, Hector Berlioz, Iwan Turgenjew, Leo Tolstoi, Clara Schumann, Johannes Brahms und Fjodor Dostojewski. Auch von Pauline Viardot-Garcia war die Rede, deren Haus in der Kurstadt Baden-Baden ein Treffpunkt der Kunstszene war und auch Augusta und Wilhelm I. von Preußen wie Otto von Bismarck zu Gast waren. Selbstverständlich wurde das Zitat von Clara Schumann über Baden-Baden bei dem Rundgang vorgetragen: “Denn alles kommt ja hierher.” Aber auch kritische Stimmen wie Mark Twain wurden rezitiert: “Es ist eine geistlose Stadt, voll von Schein und Schwindel und mickerigem Betrug und Aufgeblasenheit, aber die Bäder sind gut.”
Kurzweilig führten die beiden Schauspieler die Gruppe vom Stadtmuseum beginnend vorbei an den verschiedenen Büsten in der Lichtentaler Allee bis vor das Kurhaus, wo der literarische Spaziergang mit einer eine Szene aus Dostojewskis Werken abgeschlossen wurde.

Kostprobe “Brahms-Brief”
Kostprobe “Dostojewski”

Mehr über den Literarischen Spaziergang entlang der Lichtenthaler Allee

Naturschatz Baggersee Untergrombach

Bei einem Spaziergang um den Baggersee Untergrombach begegnet man wahren Naturschätzen. Nicht nur die zahlreichen Enten, Gänse und Vögel sind eine Entdeckung wert. Das Wasser selbst schillert in den spannendsten Farben. Am Wochenende suchten viele Erholungssuchende, Badende und Taucher wieder den See auf. Die Corona-Regeln wurden eingehalten, die eingesetzte Security konnte sich auf das Beobachten beschränken. Die Besucher und Badegäste verhielten sich corona-konform.
So wars für alle ein entspannter Sonntag am See!